Fußbodenaufbau

Ist man in der Situation, dass man beim Bauen sparen muss, kann man bei vielen Sachen sparen, ohne etwas schlechtes in Kauf nehmen zu müssen.
Der Fußboden ist so ein Bereich. Wenn man keine Fußbodenheizung möchte (ich wollte von Anfang an keine, weil ich die Dinger einfach nicht mag), muss man nicht zwingend einen Estrichbelag wählen. Der Estrich selber ist zwar nicht der große Kostenfaktor, aber das Pumpenfahrzeug, das den Estrich bringt, kostet alleine schon mehrere hunder Euro Anfahrtpauschale. Dann kommt noch die Arbeitszeit des Estrichlegers dazu, wenn man sich das nicht selbst zutraut. Und gerade Estrich ist ein Problem, denn wenn man hinterher merkt, dass man etwas falsch gemacht hat, muss im schlimmsten Fall alles wieder raus.
Wir haben uns zu einem Holzfussboden entschlossen. Der Unterbau aus OSB Platten war wegen der Holzständerbauweise ja sowieso schon da. Darauf haben wir ein Lattung aus 40×60 mm Stollen aufgebracht. Die so entstandenen Fächer haben wir mit mineralischer Dämmwolle aufgefüllt. Das ist kostengünstiger und schöner zu verarbeiten als dieses ganze Schüttzeug. Oben drauf haben wir wieder Verlegeplatrten gemacht. Dabei hat man die Wahl zwischen OSB- und Spanplatten verschiedener Stärke. Wir haben 19mm Spanplatten genommen und die Lattung auf einen Abstand von 40 cm gemacht. So gibt beim begehen der Fläche nichts nach. Im Bad, wo der Fußboden gefließt wird, haben wie die Lattung noch enger gemacht. Hier haben wir einen Abstand von 30 cm eingehalten.
Wichtig ist dabei, dass man an der Wand einen Abstand von mindestens 1,5 -2 cm läßt, damit die Verlegeplatten arbeiten können. Läßt man die Platten an der Wand anstoßen, beginnen sie mit absoluter Sicherheit bald zu knarzen.
Unebenheiten müssen vor dem Verlegen der Platten mit der Wasserwaage kontrolliert werden. Sind Unebenheiten vorhanden, können die Stollen der Lattung mit einem Hobel bearbeitet werden, bis die Platten plan aufliegen. Erst dann dürfen die Platten verschraubt werden.

Was mir noch aufgefallen ist: Immer darauf achten, dass nur Verlegeplatten aus dem gleichen Baumarkt zusammen verlegt werden. Manchmal passen die Platten sonst an der Feder und der Nut nicht optimal zusammen.
Man kann, muss aber nicht, in die Nut etwas Holzleim einbringen, bevor man die Platten verlegt. Wirkliche Vorteile bringt das meiner Meinung nach aber nicht.
Muss man in Ecken etwas stückeln und verarbeitet Stücke ohne Feder und Nut, kann man die entstehenden Lücken mit Spachtelmasse ausgleichen.

Der weitere Bodenaufbau hängt dann davon ab, was als Bodenbelag geplant ist.